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L.F.T. – „Mein Herz schlägt definitiv für die kleinen Underground-Clubs“

Ein DJ, Produzent und Live-Act, der mit jedem Tag mehr in die Gefilde der zeitgenössischen elektronischen Musik vordringt. Seine Musik definiert sich als eine Mischung aus New Wave und Breakbeat-beeinflusstem Electro, einem Sound, der von den verzerrten Drum Machines Den Haags sowie den romantischen Synthesizermelodien des San Francisco der 80er geprägt ist. Wir haben uns mit L.F.T. getroffen, um mehr über seine Inspirationen, Live-Instrumente und seinen Ansatz zur Musikproduktion zu sprechen.

Wann hast du entdeckt, dass die dunklen Electro-/New Wave-Sounds dein Ding sind und was hat deine Arbeit in diese Richtung geprägt?

Ich habe diese Art von Musik entdeckt, als ich Anfang 20 war. Sie wurde viel im Golden Pudel und im Kraniche Club in Hamburg gespielt, wo ich fast jeden Tag hingegangen bin, um Musik zu hören.

Ich schätze es, dass du so oft mit Vinyl spielst, es passt zum Stil der Musik, die du machst und spielst. Was denkst du über den aktuellen Trend, mit digitaler Ausrüstung zu spielen?

Da ich ein großer Fan von Vinyl und selbst Sammler bin, spiele ich gerne damit. Für mich macht es auch viel mehr Spaß, auf der Bühne zu spielen. Ich mag einen eher „hands-on“-Ansatz und das Mischen konzentriert sich viel mehr auf das, was man hört, da man keine Displays/Informationen vor sich hat. Daher denke ich, dass man auch eine bessere Verbindung zum Publikum hat, da man nicht so viel nach unten schaut. Ich kann verstehen, dass Touren mit Schallplatten ziemlich nervig sein können und leider gibt es in Clubs oft Probleme mit Plattenspielern. Ich kann also verstehen, warum es für manche Leute attraktiver ist, digital zu spielen.

Ich liebe einfach das praktische Gefühl eines Synthesizers. Dass sich jedes Instrument anders anfühlt und anders aussieht, inspiriert mich schon allein.

Benutzt du im Studio auch hauptsächlich analoge Geräte? Welche Art von Hardware schätzt du am meisten?

Ich liebe einfach das praktische Gefühl eines Synthesizers. Dass sich jedes Instrument anders anfühlt und anders aussieht, inspiriert mich schon. Ich denke, wenn ich einige Favoriten in meinem Studio auswählen müsste, wären es der Korg MS20, der Roland SH 101 und der Roland Space Echo 201

Das sind großartige Geräte. Spielst du auch andere akustische Instrumente, wie Gitarre?

Die Gitarre war das erste Instrument, das ich als Kind gelernt habe, aber ich bin kein Profi darauf, denn von dem Moment an, als ich Synthesizer und Sequenzer entdeckte, verlagerte sich meine Aufmerksamkeit auf diesen Bereich

Deine Musik ist extrem emotional. Erzähl uns von deinem gesamten kreativen
Prozess. Wie oft verbringst du Zeit mit Schaffen?

Ich bin ein großer Fan von emotionaler Musik und sogar kitschigen Melodien. Ich versuche, das in meine Songs einzubauen. Ich glaube, ich verbringe jeden Tag etwas Zeit damit, darüber nachzudenken, was ich tun könnte. Ich schreibe es auf und gehe dann 1-2 Mal pro Woche für 3 Stunden ins Studio, da meine Aufmerksamkeitsspanne ziemlich gering ist.

Hast du einen Lieblingssong unter all deinen Songs? Etwas, das dir besonders am Herzen liegt?

Hmm, das ist schwer zu sagen, aber einer meiner Favoriten wäre „Visitors“ von einer meiner ersten Platten.

Mein Herz schlägt definitiv für die kleinen Underground-Clubs. Ich glaube, dass man mit 50-100 Leuten, die sich alle dem Sound verschreiben, eine viel intensivere Energie erzeugen kann.

Bei welchen Events kannst du deine Energie voll entfesseln und dich mit dem Publikum vereinen? Sind das kleine Underground-Gigs, größere Club-Events oder vielleicht große Festivals?

Mein Herz schlägt definitiv für die kleinen Underground-Clubs. Ich denke, man kann mit 50-100 Leuten, die sich alle dem Sound verschrieben haben, eine viel intensivere Energie erzeugen.

Das stimmt absolut. Wenn es um die lokale Szene geht. Wie würdest du die Club-/Musikszene Hamburgs beschreiben? Wie unterscheidet sie sich von der in Berlin?

Hamburg hat viele großartige Musiker, aber leider nicht mehr so ​​viele Bühnen. Als ich jünger war, gab es viele Orte, an die man gehen konnte, wie Golem oder Kraniche bei den Elbrücken, die tolle Musik spielten und deren Sound einen großen Einfluss auf die Musik hatte, die ich mache. Heutzutage ist davon außer dem Golden Pudel Club nicht mehr viel übrig. Berlin hat eine riesige Vielfalt und Menge an Nachtclubs, aber manchmal (für mich) ist es dort zu sehr auf Technomusik fokussiert. Aber es gibt natürlich auch tolle Orte!

Vielen Dank für das Interview, es war eine tolle Erfahrung für uns.

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